Natur- und Umweltschutz

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Obmann Natur und Umweltschutz
Dr. med.vet. Karlheinz Störzer

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Seit 1991 bin ich als Obmann für Natur und Umweltschutz kurz genannt "Biotopobmann" in der Kreisjägervereinigung tätig. Damals wurde das Rebhuhn zum Vogel des Jahres ausgerufen und die Jägerschaft hatte damals ein Rebhuhnprojekt unter meiner Leitung im Raum Tengen gestartet, da auf Grund von Zählungen durch die Jäger dort die letzten Rebhühner festgestellt worden sind. Über spez. Einsaat von Brachflächen mit autochthonen Samen von Wildkräutern, finanziert vom LJV, haben wir Biotopverbesserungen vorgenommen. Das Projekt dauerte 10 Jahre; die Rebhühner konnten wegen drastischer Veränderung in der Landwirtschaft nicht erhalten werden. Dies war der Anfang meiner Tätigkeit. Weitere Projekte wurden angestoßen; in den 2000er haben wir ein Projekt Wildpflanzen als Alternative zu Mais zur Biogasgewinnung finanziell wie fachlich unterstützt. Leider hatte auch dieses Projekt keinen durchschlagenden Erfolg durch die landwirtschaftliche Bürokratie. Zur Zeit haben wir auf Grund der neuen gesetzlichen Lage Hegegemeinschaften gegründet zur Bejagung der Jungfüchse, was aber den Schutz unseres Niederwildes und der Bodenbrüter bedeutet. Seit 2006 führen wir in ausgesuchten Referenzrevieren Hasenzählungen durch, die über die Wildforschungsstelle Aulendorf ausgewertet werden und veröffentlicht werden. Im Programm WILD des DJV (Wildinformationssystem der Länder Deutschlands) werden diese Daten deutschlandweit bekanntgemacht und können über die Home page des DJV auch abgerufen werden. Der "Biotopobmann sorgt sich für das Überleben unseres Wildes und berät die Mitglieder im Bereich der Hege. Das bedeutet hauptsächlich auch Lebensraumverbesserung. Dazu sind aber auch die Landwirte mit einzubinden, was derzeit sehr schwierig ist. Der LJV unterstützt die Anlage von Wildäckern mit 50% Zuschuß zum erforderlichen Samen im Artenschutzprogramm. In diesem Jahr werden 30 kg Samen eingesetzt. Die Jäger reagieren nur sehr zögerlich. In vielen öffentlichen Projekten bringe ich den Sachverstand der Jagd mit ein, so z.B. in der Flurneuordnung, Entwicklung von Managementplänen nach FFH Richtlinie, sonstigen Projekkten des Regierungspräsidium. Der LJV ist anerkannter Naturschutzverband und Mitglied im Landesnaturschutzverband (LNV). Auf Kreisebene gibt es einen Arbeitskreis LNV. Dieser trifft sich i.d.R. zweimal im Kreis. Hier vertete ich die Interessen der Jägerschaft. in dieser AG sind auch die anderen Nnaturschutzverbände vertreten. Wir sind Gründungsmitglied des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) Konstanz; ich vertete dort die Interessen der Jägerschaft. Der LEV ist für die Pflege von Naturschutz-, FFH-Flächen zuständig. Darüber hinaus sind wir Mitglied im Verein "Rehrettung Hegau-Bodensee), bei dem ich von Anfang an beratend tätig bin. Seit über 10 Jahren besuche ich die Schulungen der Forstl. Versuchsanstalt (FVA) Freiburg zur Fortbildung der Wildtierbeaufragten und geschulten Personen. Diese sind gefordert bei den Einwanderen Luchs, Wildkatze, Wolf. Entsprechende Meldungen sind aufzuarbeiten durch örtliche Untersuchung, Rissuntersuchung, Probeentnahme, Anfertigen von Bildern usw. Im zusammenhang mit Tierseuchen unterstütze ich die Veterinärverwaltung. Die Jägerschaft ist gesetzlich verpflichtet in der Tierseuchen überwachung und -bekämpfung in Zusammenhang mit Wildtieren aktiv mitzuarbeiten. Es würde uns viel in der Öffentlichkeit weiterbringen, wenn die Jäger mehr sich aktiv beteiligen würden. Bislang war dies immer sehr bescheiden. Ich hoffe auf die junge Generation.

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